Hans-Dieter Nahme

Auszüge der Kapitel 5 bis Kapitel 8

Der Pfarrer aus Werleshausen ...
Der nächste Hinweis darauf, wer in der Meierei gelebt hat, findet sich in dem Kirchenbuch von Werleshausen, das der Pfarrer Rumpach geführt hat. Rumpach war im Jahre 1778 Pfarrer in Werleshausen geworden und hat dann mehr als 50 Jahre diese Pfarrstelle innegehabt. Er scheint ein gestrenger, ja streitbarer Herr gewesen zu sein, hielt auf...

Einige Jahre nachdem die hessischen Regimenter aus Nord-Amerika zurückgekommen waren, wurde das Regiment von Hanstein mit dem Regiment Prinz Karl zu dem Regiment von Kospoth vereinigt. Es kämpfte 1792 - 95 gegen die nach Deutschland eingefallenen Franzosen und eroberte 1792 das von den Franzosen eingenommene Frankfurt zurück. Nach weiteren Kämpfen in fremdem Solde wurde...

Die Erhaltung der Werrabrücke ...
Heinrich Ehrbeck, der letzte Oberamtmann von Wendershausen-Ludwigstein, pflegte zu sagen, er sei 1870 Einjähriger gewesen. ..... Geboren wurde er am 12. Februar 1834. So jedenfalls wissen es seine Geschwister, seine Frau, seine Kinder, Enkel und Urenkel. In seinem ganzen langen Leben wird am 12. Februar sein Geburtstag begangen. Der 80. Wird...

Im Jahre 1880 wurde die erste Werrabrücke bei Werleshausen errichtet. Sie führte direkt unter dem Ludwigstein unmittelbar in das Dorf Werleshausen hinein. Die Gemeinde Werleshausen hatte allein für die Erhaltung der Brücke zu sorgen und war berechtigt, Brückengeld zu erheben. Noch bis 1935 musste jeder, der nicht in Werleshausen ansässig war, beim Überqueren der Brücke diese Gebühr entrichten. Neben der Brücke...

Die Aera der Ehrbecks ...
Die Geschichte der Domäne Wendershausen und die Aera Ehrbeck geht ihrem Höhepunkt entgegen. Heinrich Ehrbeck ist eine bekannte und geachtete Persönlichkeit. Sein Vater W. H. E. ist schon seit 1891 Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Witzenhausen und bleibt es bis in sein 85. Lebensjahr hinein. Das neue Gutshaus an der Stirnseite des Hofes, quer zur Landstraße, wird im Jahre 1910 bezogen. Es ist bedeutend größer und prächtiger als das alte unmittelbar an der Straße gelegene. Aber man wundert sich doch, an wieviel...

Später malt Heinrich Pforr auch den alten Wilhelm Heinrich Ehrbeck. Manche halten dieses Portrait für das Beste, das Pforr gemalt hat. Er hat sich auch gut mit seinem Modell verstanden, obgleich - oder gerade weil es zu Anfang einige Schwierigkeiten und Hindernisse gab. Erst hatte der Alte nämlich geknurrt, es sei doch Unsinn, sich in Öl malen zu lassen und koste nur unnötig Geld. Aber als sein Sohn erklärte, er habe den Maler nun einmal bestellt und müsse ihn so oder so bezahlen, hält er es doch für besser, daß dafür dann auch gemalt wird. Der Maler ist von seinem Objekt sofort begeistert, aber bald...

Der Verlust Ludwigstein ...
Es kamen mancherlei Gründe zusammen, die im Kriegsjahr 1942 zur Aufgabe der Domäne durch die Ehrbecks führten: vor allem der Verlust nahezu des...

Der Ludwigstein hingegen hatte schon in den 20er Jahren eine neue Bestimmung gefunden. Bald nach dem Ersten Weltkrieg war er ganz von der Domäne losgelöst worden.
Es war eine Idee, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges entstanden war.
Vor dem Kriege war der bereits einmal erwähnte Enno Narten aus Hannover auf den Gedanken gekommen, die verlassene und verfallende Burg für den "Wandervogel" herzurichten und zu nutzen. Aber es war nichts daraus geworden. Während des Krieges traf er...

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