Hans-Dieter Nahme - Ein Deutscher im 20. Jahrhundert
Hans-Dieter Nahme - Ein Deutscher im 20. Jahrhundert   

Ein Deutscher im 20. Jahrhundert

I. Teil Aufbruch und Scheitern / Weimarer Republik

1. „Es braust ein Ruf wie Donnerhall“
Blick auf die Kaiserzeit Wilhelms II. bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges

2. Opfergang
Eindrücke aus Gehörtem und Gelesenem vom ersten Weltkrieg:
Das Opfer – Tannenberg - Verdun und Aisna – die “Dolchstoß-Legende“

3. Auch die Republik scheitert
Vertrag von Versailles - unsichere politische Verhältnisse, Ruhrkampf,
Inflation - ein judenfeindlicher Überfall - Wiederwahl Hindenburgs,
gewalttätige Auseinandersetzungen - das Kabinett Schleicher
und das Ende der Weimarer Republik
 

Leseprobe: Zu Versailles
(aus I.3 - Auch die Republik scheitert, Vertrag von Versailles)

Ein halbes Jahrhundert vorher hatte Bismarck den Standpunkt vertreten, Aufgabe der Politik sei es nicht, zu verurteilen und zu bestrafen, sondern dafür zu sorgen, dass es nicht wieder geschehe. Nun aber war alles auf Demütigung der Deutschen ausgerichtet: ... Der britische Kriegspremier Lloyd George hat später einmal gesagt, dass Demokratien nur Krieg führen könnten, wenn die Gegner als Verbrecher erscheinen, und beklagt, dann verlange das Volk, wenn der Krieg gewonnen wird, dass sie bestraft werden. Vergeblich hatte der sozialdemokratische Reichspräsident Ebert die ahnungsvollen Worte gesprochen, aus einem solchen aufgezwungenen Frieden müsse neuer Hass zwischen den Völkern und im Verlauf der Geschichte neues Morden erwachsen.

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Leseprobe: Zu "goldene zwanziger Jahre"
(aus I.3 - Auch die Republik scheitert, Unsichere politische Verhältnisse)

Die unsicheren politischen Verhältnisse habe ich, auch wenn sie mich im allgemeinen nicht belasteten, doch deutlich wahrgenommen. Auch war ich weit über mein Alter hinaus daran interessiert. Ich nahm sie hin, weil ich nichts anderes kannte. Aber sie haben mich ohne Zweifel nachhaltig mit geprägt. Das spätere Wort von den "goldenen zwanziger Jahren" mag wohl für das kulturelle Leben vor allem in der Reichshauptstadt Berlin zutreffen. Es mag eine vorübergehende Phase einer gewissen geistigen Erholung von der Not und der Erschöpfung des Krieges gewesen sein. Wirtschaftlich und politisch war es nur schwach begründet und für große Teile des Volkes wohl kaum zu spüren gewesen.

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Leseprobe: Zu Hitler
(aus I.3 - Auch die Republik scheitert, Das Ende der Weimarer Republik)

Dieser braunhemdsärmelige, brüllende Agitator obskurer Herkunft musste doch eigentlich für jeden echten Konservativen ein Gräuel und für jeden braven Bürger ein Schrecken sein. Wäre Hitler uns vielleicht erspart geblieben, wenn entgegen der revolutionär-unruhigen Zeitströmung alle Konservativen ganz normal konservativ und alle braven Bürger ganz normal brav bürgerlich auf diese Erscheinung reagiert hätten?

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